Am Montag, den 28. Oktober 2024, von 19.00 bis 20.00 Uhr, lade ich Dich herzlich zu einem kostenfreien digitalen Impulsvortrag ein! Dies ist eine schöne Gelegenheit, uns kennenzulernen, wichtige Inhalte zu besprechen, Fragen zu stellen, Antworten zu finden und gemeinsam ins Gespräch zu kommen.
„Was ist eigentlich Dein Problem?“ – Hast Du diese Frage schon mal von jemandem gehört? Oder vielleicht sogar Dir selbst gestellt? Es ist gar nicht so einfach, darauf eine klare Antwort zu finden, denn ADHS ist komplex. Überall gibt es Beschreibungen der Symptome, Erklärungen aus der Biochemie, Neurowissenschaften und Psychologie. Dazu kommen viele Empfehlungen, wie man mit dieser Disposition am besten umgeht, und die persönlichen Geschichten von Menschen mit ADHS – aus der Kindheit, Jugend oder als Erwachsene. Gerade, wenn Du denkst, Du hast es verstanden, wird es wieder neblig und kompliziert.
So ging es auch mir. Ich konnte nicht mehr aufhören, mich mit ADHS zu beschäftigen, weil überall andere Dinge betont und verschiedene Ursachen beschrieben wurden. Am Ende hatte ich das Gefühl, mein Kopf schwirrte, und ich war kaum schlauer als zuvor.
Aber irgendwann machte es „Klick“. Immer öfter konnte ich die Nebel lichten und eine Sache wurde mir klar: Das eigentliche Problem ist oft die große Lücke zwischen Vorsatz und Umsetzung – das sogenannte „Intention-Action-Gap“. Wir nehmen uns vieles vor, schaffen es aber oft nicht, unsere Pläne in die Tat umzusetzen. Das führt dazu, dass wir unsere Ziele verpassen, und besonders die, die uns am Herzen liegen. Genau das nagt an unserem Selbstvertrauen und der Überzeugung, dass wir Dinge tatsächlich schaffen können. Denn der tägliche Beweis liegt oft vor uns: Irgendetwas bleibt unerledigt und schaut uns vorwurfsvoll an.
Die meisten von uns machen sich selbst dafür verantwortlich und haben sich angewöhnt, im Kopf wenig Gutes über sich selbst zu sagen. Aber: Es gibt Erklärungen, Zusammenhänge – und damit auch die Möglichkeit, sich selbst, das ADHS, das eigene Gehirn und das Leben besser zu verstehen. Der Schlüssel dazu ist Selbstregulation – eine Fähigkeit, die bei ADHS nicht immer voll zur Verfügung steht. Aber verstehst Du erst einmal die Hintergründe und Bedingungen, kannst Du beginnen, die Dinge anders anzugehen.
An dieser Stelle kannst Du Dich anmelden. Den Link zur Veranstaltung erhältst Du am Tag des Vortrags in Deinem E-Mail-Postfach. Ich würde mich übrigens sehr freuen, wenn Du auch Gleichgesinnte kennst, die sich für dieses Thema interessieren, und den Hinweis weiterleiten kannst.
Kostenfrei und wertvoll
Der Vortrag ist für Dich kostenfrei!
Am 14. August 2024 veröffentlichte das Institut für Finanzdienstleistungen e. V. (iff) in Hamburg die neueste Ausgabe des Überschuldungsradars (40/2024).
In dieser Ausgabe widmet sich Kirstin Wulf von bricklebrit den finanziellen Herausforderungen, mit denen Menschen mit ADHS konfrontiert sind.
Menschen mit ADHS haben aufgrund ihrer kognitiven Besonderheiten ein signifikant höheres Risiko, in finanzielle Notlagen zu geraten oder sich zu überschulden. Studien zeigen, dass diese Gruppe ein dreimal höheres Risiko für finanzielle Schwierigkeiten aufweist. Trotz der hohen Relevanz dieser Thematik fehlen spezialisierte Unterstützungsangebote in vielen Schuldnerberatungen.
Kirstin Wulf betont die Notwendigkeit von maßgeschneiderten Ansätzen in der sozialen Schuldnerberatung. Standardisierte Angebote berücksichtigen oft nicht die spezifischen Bedürfnisse von Menschen mit ADHS, was deren finanzielle Probleme verschärfen kann. Es ist dringend erforderlich, gezielte Unterstützung anzubieten, um sowohl präventiv als auch bei bestehenden finanziellen Schwierigkeiten wirksam zu helfen.
Hier kannst Du den vollständigen Bericht des iff Hamburg über ADHS und Finanzen lesen: Überschuldungsradar 40/2024 – iff Hamburg – Alternativ kannst Du die relevanten Dokumente direkt von unserer Seite herunterladen.
Am 15. Oktober 2024 findet in Berlin das Festival für Finanzbildung „Mit Geld und Verstand“ statt.
Veranstaltet vom Bundesministerium der Finanzen (BMF) und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), zielt das Event darauf ab, das Thema finanzielle Bildung in der Praxis in den Fokus zu rücken. Denn die Nationale Finanzbildungsstrategie ist mit Leben zu füllen!
Bei bricklebrit konzentrieren wir uns besonders auf die praktische Umsetzung finanzieller Bildung. Wir wissen, dass Wissen oft in entscheidenden Momenten nicht abrufbar ist – ein Problem, das besonders Menschen mit ADHS betrifft. Das Verständnis für die praktischen Herausforderungen und Umsetzungsdefizite, die durch ADHS entstehen, ist entscheidend, um Finanzbildungsstrategien effektiv zu gestalten.
Kirstin Wulf von bricklebrit wird auf dem Festival einen Workshop halten, der sich speziell an pädagogische und soziale Fachkräfte richtet. Der Workshop mit dem Titel "ADHS und Finanzen: Vom Wissen zur Praxis. Selbstregulation als Schlüssel zur wirksamen Finanzbildung" wird die Rolle der Selbstregulation im Umgang mit Geld beleuchten.
Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Herausforderungen von Menschen mit ADHS zu vermitteln und diese Erkenntnisse in effektive Finanzbildungskonzepte zu integrieren.
Für Gespräche oder einen Austausch zu diesem Thema stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns per E-Mail: info{at}bricklebrit.net – Kirstin wird sich umgehend bei Ihnen melden.
2011 entschied ich mich, mich stärker für die Finanzbildung zu engagieren. Zu dieser Zeit waren meine Kinder im besten Taschengeld-Alter, das Thema war wichtig und die verfügbaren Angebote überschaubar.
Bei einer Fachkonferenz in Berlin, die im Regierungsviertel stattfand, lernte ich Marius Stark kennen, der 2010 den Verein zum Präventionsnetzwerk Finanzkompetenz (PNFK) gegründet hatte. Fahrradfahrende Mitstreiter:innen kamen ihm gerade recht. Im März 2012 stellte ich auf der 4. FinKom-Börse meine Initiative bricklebrit vor und wurde (zum ersten Mal) Mitglied im PNFK.
Private Gründe zwangen mich, dem Netzwerk zeitweise den Rücken zu kehren, aber bricklebrit besteht dennoch weiter und stellt bis heute eine gute Ergänzung zu dem dar, was andere im PNFK fachkundig vertreten und anbieten. Der Schwerpunkt liegt auf Familien und denen, die mit Familien arbeiten. Da Geld-Gespräche mit Kindern bis heute keine Selbstverständlichkeit sind, bedarf es kreativer Impulse von außen. Es geht darum, die heutige Elterngeneration in diesem Bereich zu sensibilisieren sowie altersgerechte und spielerische Ideen vorzustellen und gemeinsam anzuwenden. Mein Gold-Esel und ich sind außerdem große Fans des Taschengeldes.
Heute liegt ein weiterer Fokus von bricklebrit auf der Verbindung von Finanzbildung und Neurodiversität. Die eigene ADHS-Diagnose hat mich dazu geführt, den Bereich der neurodiversen Finanzbildung zu erkunden, da spezifische Angebote für Menschen mit ADHS in der Bildungs- und Beratungslandschaft fehlen. Es gibt weiterhin viel zu tun, um die Finanzkompetenz bei Familien zu fördern und die Bedürfnisse von Menschen mit ADHS besser zu adressieren. Mein Gold-Esel und ich sind bereit, diesen Herausforderungen weiterhin mit Leidenschaft zu begegnen.
Im Rahmen der Global Money Week 2024 diskutierte Kirstin Wulf mit Jacob Risse über das diesjährige Motto: „Protect Your Money, Secure Your Future“.
Unser Gespräch beleuchtet wichtige Aspekte des Schutzes vor finanziellen Betrügereien und Täuschungsmanövern, mit einem besonderen Fokus auf die Bedürfnisse von Menschen mit ADHS.
Lade Dir unsere hilfreichen Tipps herunter, um besser gegen Betrug gewappnet zu sein.
Die Global Money Week, ins Leben gerufen von der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung), ist eine Aktionswoche, die gezielt darauf abzielt, Jugendliche an das Thema Geld und Finanzen heranzuführen.
Mit vereinten Kräften werden weltweit spannende Aktionen und Veranstaltungen durchgeführt, und dieses Jahr findet sie bereits zum 12. Mal statt.
Die Bedeutung der Finanzbildung für diese Altersgruppe wird als besonders wichtig erachtet, jedoch ist sie nicht immer fester Bestandteil der nationalen Lehrpläne.
Aus diesem Grund engagieren sich im Rahmen dieser jährlichen Initiative viele gesellschaftliche Akteure.
In Deutschland wird die Koordination von Jacob Risse von Funny Money aus Dortmund übernommen, mittlerweile zusammen mit Lisa Osada.
Mit großem Engagement und Fachkenntnis bündeln die beiden die zahlreichen dezentralen Aktivitäten, um gemeinsam sichtbarer zu werden und die immense Vielfalt allen deutlich zu machen.
Wir hoffen, dass die Bewegung der Global Money Week Deutschland weiter wächst und nachhaltige Auswirkungen erzielt.